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”...die kleine Karnevalshochburg mit dem besonderen Flair!”

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Unser Jubiläum in der Session 2016/17: 66 Jahre Karnevalsfreunde!

Laudatio von Cay-Jürgen Schröder zum 66-jährigen Bestehen der Karnevalsfreunde Holderberg 1951 e.V.,
8. Januar 2017

Cay-Jürgen Schröder

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Vereins,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Närrinnen und Narren,
verehrte Gäste,

der Vorstand hat mich gebeten, zum 66-jährigen Bestehen der Karnevalsfreunde Holderberg die Laudatio zu halten. Diesem Auftrag komme ich gerne nach.

Mein Respekt vor dem Mut und der Leistung der Gründer und denen, die nachfolgend die Geschicke des Karnevals in Holderberg gelenkt und verantwortet haben, ist so groß, dass ich in meinem Rückblick nicht von uns, da wäre ich miteingeschlossen, sondern von den Karnevalsfreunden Holderberg sprechen werde.

Die Gaststätte „Zur deutschen Eiche“ in Holderberg war die Geburtsstätte der Karnevalsfreunde. Die Karnevalsabteilung des Männergesangvereins „Gemütlichkeit“ war bereits 1951 karnevalistisch aktiv, den Namen „Karnevalsfreunde Holderberg“ gab es damals noch nicht.

Die Gründungsmitglieder waren: Paul Höfken, Herbert Kirchhoff und Peter Sönning. Sie sorgten dafür, dass in der Session 1951/1952 die erste Sitzung stattfinden konnte.

Das waren Männer, die den Krieg und die Jahre danach bewusst miterlebt hatten.

Der Grundstein des Vereins wurde in einer Zeit gelegt, die wir uns, nach nunmehr 66 Jahren, einmal etwas näher kurz betrachten sollten:

  • Moers lag noch teilweise in Trümmern,
  • die Straßenzeilen waren von Ruinen durchsetzt
  • am heutigen Förtgesgraben stand die Gründungs-Gaststätte „Zur deutschen Eiche“, Inhaberin war Mia Weien
  • die DM - und auch ich -  waren damals gerade 3 Jahre alt,
  • der Stundenlohn des Facharbeiters lag bei etwa 1,40 DM
  • Holderberg hatte noch eine Volksschuleund es wurde 48 Stunden in der Woche gearbeitet.
  • Wer einen Kleinkredit von 500 DM bei der Bank aufnehmen wollte, musste entweder eine Sicherheit nachweisen oder einen Bürgen haben.
  • Die Zeit des Wiederaufbaus war nicht dazu geeignet, etwas auf die hohe Kante zu legen, auch bei den Vereinsgründern war das nicht anders.

Vor diesem Hintergrund hatten diese Männer den Mut und auch die Willenskraft, Verantwortung für etwas Neues im kleinen Holderberger Kulturleben zu übernehmen.

Sie gründeten sie, die Karnevalsabteilung, nicht nur, sie organisierten auch die Veranstaltungen, Aber einen Vorteil hatten sie: Der überstandene Krieg und der Wiederaufbau machten die Menschen viel aufgeschlossener für Vergnügungsveranstaltungen.

Schon 1954 gab es eine kleine Änderung: auf Initiative der Sängerfrauen fand jedes Jahr zusätzlich der Altweiber- und Möhnenball statt.
Und 1956 ging mit Elisabeth Wiedemann die erste Frau in die Bütt.

Ab 1958 wurde unter der Präsidentschaft von Willem Hunneman in Holderberg Karneval gefeiert. Aufgrund seiner Herkunft gab es Gastauftritte aus Holland, diese waren durchaus geeignet, die Stimmung im Saal anzuheizen.

Der beste - und einzige - Holderberger Ortsfigaro, Helmut Stoffels, übernahm ab 1969 die Leitung des Karnevals auf dem Holderberg.

Die Gründungsgaststätte fiel einem Neubaugebiet zum Opfer. Der Jägerhof in Holderberg und anschließend das Schützenhaus boten sich als neue Wirkungsstätten an und wurde fürderhin für alle karnevalistischen Ereignisse genutzt.

1992 wurde Heinz-Gerd Hackstein Präsident der Holderberger Jecken. Mit seinem Debut als Präsident wurde erstmals eine Sitzung zum Hoppeditzerwachen veranstaltet.

Auch sonst ergaben sich einige Veränderungen. Aus Sponsoren und Unterstützern des Holderberger Karnevals wurde in der Session 1993/1994 ein fester Elferrat gebildet. Die Mitglieder fanden sich hauptsächlich aus aktiven und passiven Reihen des Marine-Tambour-Corps Holderberg.

Und in der folgenden Session wurde erstmals eine Senatorenschaft gebildet.

Die Zusammensetzung der beiden Gremien erwies sich als gelungen. Jeder hat sich dort auf seine Art eingebracht, entweder durch finanzielle -  und oftmals nicht geringe - Unterstützung oder durch Arbeitseinsatz oder, was nicht verkannt werden darf, allerseits mit guten Ideen.

Der Männergesangverein „Gemütlichkeit“, zwischenzeitlich umbenannt in „Gemischter Chor Gemütlichkeit“, löste sich auf.

Das Marine-Tambour-Corps Holderberg nahm die Jecken als Abteilung unter dem Namen „Karnevalsfreunde Holderberg“ auf und unterstützte diese mit einem Start-Darlehen.

Die Mitgliedschaft im Kulturausschuss Grafschafter Karneval wurde beantragt und die Karnevalsfreunde Holderberg wurden in die Runde der bereits etablierten Grafschafter Jecken aufgenommen.

Die Nachfrage nach Eintrittskarten explodierte! Viele Freunde, welche die Sitzung gern besucht hätten, mussten abgewiesen werden. Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde eine 2. Sitzung eingefügt.

Schnell sprach sich herum, dass es zwar kleine, aber feine, Sitzungen waren. Viele Büttenauftritte wurden aus eigenen Reihen gestaltet.

Unvergessen hierbei das Kaffeekränzchen, die Damenrunde, die das Holderberger Geschehen unter die Lupe nahmen und so manche Dame und manchen Herrn auf lustige Art auf die Schüppe nahmen und humorvoll durch den Kakao zogen.

In der Session 2004/2005 ist die Gründung der eigenständigen Karnevalsgesellschaft “Karnevalsfreunde Holderberg 1951 e. V.” erfolgt.

Wie bereits erwähnt: die Sitzungen waren stets ausverkauft. Das Schützenhaus wurde zu klein.

Ein Zelt sollte her! Einen Platz fand man an der Holderberger Straße neben dem Küchenstudio Drifte/Thelen. Bei der ersten Veranstaltung wurde Erfahrung gesammelt, die Sitzungen waren sehr gut besucht. Im Folgejahr wurde im Zelt ein Sternenhimmel aufgezogen. Die Stimmung bei den Sitzungen war toll und der Besucherzustrom hielt an.

  • Damensitzung: Bude voll,
  • Herrensitzung: nicht so gut besucht – absolut ausbaufähig
  • Galasitzung: kam wie immer gut an – ebenfalls ausbaufähig

Ab 2009 wurden neben Senatorinnen und Senatoren sowie Elferratsmitgliedern passive Mitglieder willkommen geheißen.

In der Session 2009/2010 gab es ein weiteres Highlight: Die Karnevalsfreunde Holderberg stellten mit Jörn Becker und Simone Tilly das Prinzenpaar des Kulturausschuss Grafschafter Karneval, besser bekannt als Moerser Prinzenpaar.

Auf der Jahreshauptversammlung im April 2010 hat unser langjähriger Präsident Heinz-Gerd Hackstein nach 18 Jahren an der Spitze des Vereins auf eigenen Wunsch das Amt an Bernd Schell übergeben.

Doch das war nur ein kurzes Intermezzo, sei dem Juni 2012 ist unser alter Präsident “Hacky” auch wieder unser neuer Präsident!

Widrigkeiten wie orkanartiger Wind, frostiges Wetter etc. kosteten sehr viel Geld und brachten den Verein in eine finanzielle Schieflage. Die Kosten für‘s Zelt stiegen. Zeltmiete, Heizkosten, Toilettenwagen usw. machten Veränderungen notwendig. Die Kosten stiegen gewaltig, unberechenbare Wetterverhältnisse und auch die Gagen der Künstler taten das ihre, um die finanzielle Anspannung zu steigern.

Um dem drohenden Ruin auszuweichen, musste auf das Zelt verzichtet werden.

Schweren Herzens musste man sich auch vom Holderberg entfernen. Kommt das an – oder? Es gab zahlreiche Unkenrufe. Dass die Qualität der Sitzungen nicht leiden durfte, war allen Vereinsmitgliedern klar. Aber wohin gehen wir? Die Henri-Guidet-Halle in Kapellen war die Lösung.

In der Session 2013/2014 fanden erstmals die Sitzungen der Karnevalsfreunde Holderberg in der Henri-Guidet-Halle statt. Ein kleines Experiment nach den vielen Jahren im berühmten Sternenhimmel-Festzelt auf dem Holderberg. Doch wegen des Kostendrucks und der häufigen Widrigkeiten aufgrund extremer Wetterlagen machten diesen Schritt notwendig.

Und wir finden, der Umzug ist gelungen! Vor allem dank euch, dem besten Publikum der Welt.

Die Stimmung ist auch in der Halle einmalig, das muss man einfach erlebt haben! Ich wünsche Ihnen und den Karnevalsfreunden noch viele schöne und humorvolle Veranstaltungen hier in dieser Halle.

Aber eins fehlte noch: Eine Standarte musste her. Dank der finanziellen Unterstützung von Sponsoren konnte auch das gemeistert werden.

Eine ganz besondere Freude habe ich mir bis zum Schluss aufgehoben. Ich darf mich ganz herzlich bei allen bedanken, die immer wieder geholfen haben, dass wir auch in schlechten Zeiten Humor und Witz, Freude und Frohsinn verbreiten konnten.

Es sind unsere

  • Elferratsmitglieder
  • Akteure
  • Senatoren
  • Sponsoren
  • Gönner und
  • Passiven Mitglieder

Oft wurden mit großem Zeitaufwand und noch größerem Engagement Veranstaltungen vorbereitet, organisiert und durchgeführt. Gerne haben wir den Rat und Erfahrung angenommen.

Besonders schätzen wir das Können, die Hingabe und das Wirken unserer Akteure. Sei es bei der Dekoration oder bei anderen Dienstleistungen. Ihnen gilt der Dank ebenso wie den Senatoren, Sponsoren und Gönnern des Vereins, ohne deren finanzielle Unterstützung wir nicht existieren könnten.

Fühlen Sie sich bitte alle angesprochen, wenn ich mich bei Ihnen im Namen des Vorstandes ganz herzlich bedanke.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Cay-Jürgen Schröder

>>Fotos von unserem Jubiläum findet ihr auch auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com/holderberg 

 

Präsident Hacky Bürgermeister Fleischhauer
Tanzcorps KG Sr. Tollität Luftflotte e.V. 1926 Klaus & Willi

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